Olefine

 

4. August 2005

Sie sind einfach da
keiner hat sie jemals gerufen
sie betören durch Worte
und nicht durch Taten
sie schleichen sich in dein Leben
nehmen sich selbst wichtig
und lamentieren
sie mischen sich ein
sie artikulieren
sie irritieren
sie nehmen Anteil
sie binden dich ein
sie fangen dich auf
keiner würde sie vermissen
sie schleichen sich in dein Leben
sie krallen sich fest
sie lassen nicht los
sie dominieren
sie fesseln mit Worten
sie umgarnen mit Gesten
sie nisten sich ein im Haus der Gefühle
sie halten dich auf.             Z e i t d i e b e

 

04.05.2003 um 21:22:20 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit

Es war einmal ein Vogel Strauss, der lebte viele viele Jahre in seinem Afrika und lief durch die Steppe. Zufrieden mit der Welt und sich selbst. Er lief und lief. Ob die Sonne schien oder ob es regnete. Im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Er kannte es nicht anders.

Eines Tages kam eine gute Fee zu ihm und sagte: Lieber Strauss, du bist doch ein Vogel, aber leider kannst du nicht fliegen. Du kennst das ja garnicht. Du sollst 2 Tage fliegen können.

Und so geschah es.

Der Strauss war wie von Sinnen. Alles war so leicht, so herrlich, so genial. Er schwebte so dahin und genoss alles um sich herum. Aber, es kam wie es kommen musste. Die 2 Tage waren wie im Flug vorbei und der Zauber der Fee verschwand.

Nun merkte der Strauss erst, was für ein armer Strauss er eigentlich ist.

Er sehnte sich nach dem Fliegen. Tag für Tag und Nacht für Nacht.

ICH BIN EIN STRAUSS.

 

© Nicole Richter, 14.01.2009

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